Über uns

In der Typografie markiert das Alineazeichen ¶ einen Absatz, den Beginn eines neuen Gedankens. Das 2021 gegründete Alinea Quartett aus München hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bedeutung und Relevanz der Kammermusik für unsere Zeit neu zu denken.

Auf dieser Suche streben sie den Dialog mit ihrem Publikum in Form von Gesprächskonzerten an, setzen sich mit verschiedenen Kunstformen auseinander und experimentieren mit innovativen Konzertformaten. Dieser Ansatz führte zu Auftritten an so unterschiedlichen Orten wie dem Prinzregententheater München, dem Musikverein Graz, dem MAAT-Museum in Lissabon, der Universität Cambridge und der Biennale in Venedig – aber sie bringen ihre Musik regelmäßig auch in Grundschulen, Seniorenheime und Kinderkliniken.

Indem die Musiker des Alinea Quartetts ihre instrumentalen Fähigkeiten mit individuellen Hintergründen in Bereichen wie Musikwissenschaft, Literatur und Philosophie verbinden, eröffnen sie neue Perspektiven der Interpretation. Neben der Leidenschaft für das traditionelle Quartettrepertoire beschreitet das Alinea Quartett dabei auch mit Arrangements aus verschiedensten Genres neue künstlerische Wege. So entstand beispielsweise für die kommende Saison ein eigenes vollständiges Arrangement von Schuberts „Winterreise“ für Gesang und Streichquartett.

Zu den Höhepunkten ihrer Spielzeit 2025/26 zählten Auftritte gemeinsam mit Vivi Vassileva und Noa Wilschut beim SOLsberg Festival und beim Schleswig-Holstein Musik Festival sowie die europäische Erstaufführung von „gardensongs“ des amerikanischen Komponisten Paul Novak und die Weltpremiere des wiederentdeckten Streichquartetts in G-Dur von Hugo Staehle (1826–1848) in Fulda. In derselben Saison wurde das Quartett als eines von zehn Quartetten für die Teilnahme am 2. Internationalen Streichquartettwettbewerb in Bad Tölz ausgewählt und in die MERITA-Plattform im Rahmen des MERITAcubed-Projekts aufgenommen.

Das Ensemble studiert bei Prof. Alexander Pavlovsky (Jerusalem Quartett) an der Kunstuniversität Graz. Zudem erhielten sie wertvolle Impulse von renommierten Musikern wie Jörg Widmann, Eberhard Feltz, Valentin Erben (Alban-Berg-Quartett), Heime Müller (Artemis-Quartett), Gregor Sigl (Artemis-Quartett), Ida Bieler (Melos-Quartett), Oliver Wille (Kuss-Quartett), dem Jerusalem-Quartett, dem Cuarteto Casals, dem Schumann-Quartett und dem Goldmund-Quartett.

Beim XI. Internationalen Wettbewerb „Annarosa Taddei“ 2023 gewann das Alinea Quartett den ersten Preis. Beim XII. Concorso Internazionale Musica Classica in Filadelfia, Italien, gewann das Alinea Quartett den ersten Preis sowie den Sonderpreis „Paolo Serrao“. Im Jahr 2024 gewannen sie den zweiten Preis beim Wettbewerb „Da Vinci Young Sounds“. Außer der Förderung durch MERITAcubed erhielt das Ensemble Stipendien von der Brahmsgesellschaft Baden-Baden, Jeunesses Musicales Deutschland und YEHUDI MENUHIN Live Music Now.

Das Alinea Quartett trat bereits im Rahmen renommierter Festivals wie dem SOLsberg Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und den Zeister Muziekdagen auf. Es konzertierte in zahlreichen Ländern Europas, darunter Deutschland, Italien, Österreich, Portugal, Frankreich, die Schweiz, Großbritannien und die Niederlande.

Ihr Debütalbum „Le temps perdu“ mit Werken von Maurice Ravel wird 2027 bei DaVinci Classics erscheinen.

  • »Neben hervorragendem technischen Können zeichnen sich die vier durch große Leidenschaft, Frische und zupackenden Willen aus, gepaart mit gründlicher Kenntnis der gespielten Werke« Taunus Nachrichten

  • »Extraordinarily beautiful, refined, expressive and completely technically assured (…) this was musicianship of a very high order, and it was a thrill to be there to hear it (….). They reward the audience with a treat of the rarest music-making.« Jeremy Thurlow, Komponist

  • »an intricate performance (…) a magical night of music making.« The Cambridge Critique

  • »Die Musiker ließen die liedhaften Linien weit schwingen und widmeten sich den reichen, filigranen Verzierungen in be­wundernswert präzisem Zusammenklang.« Pforzheimer Zeitung

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